Die Residenz: Balthasar Neumanns Hauptwerk
Die Würzburger Residenz entstand zwischen 1720 und 1744 als Sitz der Fürstbischöfe von Würzburg, entworfen vom Baumeister Balthasar Neumann in Zusammenarbeit mit Architekten aus Wien und Paris. Seit 1981 steht sie als UNESCO-Weltkulturerbe unter Schutz — als eines von nur drei Weltkulturerbestätten entlang der gesamten Romantischen Straße.

Das größte Deckenfresko der Welt
Über dem Treppenhaus der Residenz malte der venezianische Künstler Giovanni Battista Tiepolo 1752/53 ein Deckenfresko, das mit rund 600 Quadratmetern als das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt gilt. Es zeigt die vier damals bekannten Erdteile, die alle huldigend auf den Fürstbischof blicken — eine der aufwendigsten Barockdecken, die je entstanden sind.
Die Alte Mainbrücke und die Festung Marienberg
Die Alte Mainbrücke, ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert und im 16./17. Jahrhundert neu aufgebaut, ist seit Generationen der bevorzugte Treffpunkt Würzburgs — gesäumt von zwölf steinernen Heiligenfiguren, mit Blick auf die Festung Marienberg auf der anderen Mainseite. Die Festung selbst geht auf das 13. Jahrhundert zurück und war bis 1719 Regierungssitz der Fürstbischöfe, bevor diese in die neue Residenz umzogen.
Warum Würzburg der praktischste Startpunkt ist
Würzburg liegt direkt an der ICE-Strecke Frankfurt–Nürnberg und ist von München in gut zwei Stunden mit dem Zug erreichbar — ohne Umstieg auf ein Auto. Für alle folgenden sechs Stationen dieser Route wird ein Auto oder die saisonale Fernbuslinie jedoch praktisch notwendig, da die Zugverbindungen zwischen den kleineren Städten lückenhaft sind.
Die Altstadt selbst ist zu Fuß gut erschließbar: Residenz, Dom und Alte Mainbrücke liegen alle innerhalb von 15 Gehminuten voneinander entfernt.